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15.05.13 Zwischen Ausbeutung und Kaufrausch - Sollte ich mich schuldig fühlen?


Das Thema Ausbeutung billiger Arbeitskräfte besonders in Entwicklungsländern ist auf der Welt weit verbreitet: Menschen am Existenzminimum, die unter katastrophalen Arbeitsbedingungen stundenlang schuften müssen, um gerade mal ein paar Cent zu verdienen. Natürlich tut den meisten Menschen diese Art menschlicher Unterdrückung und  Ausnutzung leid, doch etwas dagegen unternehmen, wollen und können nur die wenigsten. Dabei sind es doch wir, die Verbraucher, die für so ein Leid verantwortlich sind. Wir gehen in einen Shop, suchen uns das Schönste aus, bezahlen und gehen nach Hause, doch darüber nachdenken, wie, wo und von wem diese Kleider produziert werden, tun wir nicht.
Für viele ist dieses Kaufverhalten zu einem ihrer grundlegenden Merkmale ihrer Persönlichkeit geworden, indem sie sich selbst als 'shoppingverrückt' oder 'Shopping-Queen' bezeichnen, was meiner Meinung nach geschmacklos ist. Ich persönlich gehe auch sehr gerne mal eine Runde bummeln, jedoch zwinge ich mich nicht zum Kauf, sondern akzeptiere es auch, mal mit leeren Händen nach Hause zu gehen. 

Und ganz genau das ist es, was das millionenschwere Geschäft der Mode über Wasser hält: ahnungslose Bevölkerung, der während des Einkaufens plötzlich einfällt, was sie doch noch alles brauchen. 

Oder eben auch nicht. 

Aber warum? Ist es diese magische Anziehungskraft der Geschäfte oder die Profitgier von Konzernen, die nur immer mehr "Mode" auf den Markt werfen? Hier liegt auch der Grund der Ausbeutung: je größer die Nachfrage, desto größer der Bedarf und somit auch die Produktionskosten. Da die großen Konzerne möglichst viel Profit machen wollen (auch um die enorme Konkurrenz zu übertrumpfen), müssen also auch billige Arbeitskräfte her, die selbst für einen Hungerlohn arbeiten und sich alles gefallen lassen (müssen), weil ihnen keine andere Möglichkeit bleibt. Während der Modemarkt boomt, geht es diesen Menschen immer schlechter. 

Ich hoffe dieser Beitrag hat euch zum Nachdenken angeregt, auch leere Hände zu akzeptieren und dass ihr vor dem nächsten Hamsterkauf einfach einmal an die Menschen denkt, denen euer Handeln schadet. 

Liebe Grüße,

1 Kommentar:

  1. http://theprotastic.blogspot.co.at/?m=1

    Ich finde auch, dass man beim Einkaufen (nicht nur bei Kleidungsstücken) darüber nachdenke sollte, unter welchen Umständen die Waren produziert werden. Bei mir in der Stadt gibt es einen Fairtrade Laden, der manchmal schöne Taschen, Schals und so verkauft, leider gibt es aber noch nicht viel Auswahl :/



    :) Danke für den interessanten post!

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